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Dokumentations-Empfehlung: Making a Murderer auf Netflix

Netflix hat die hauseigene Dokuserie „Making a Murderer“ an diesem Freitag online gestellt. In 10 Episoden wird dort einer der größten Justiz-Skandale der USA dokumentiert. Die Dokumentation zeigt, wie es nicht nur durch Unfähigkeit und Inkompetenz zu der Inhaftierung eines Unschuldigen kam, sondern es tatsächlich aus Böswilligkeit und Vertuschen eigener Fehler vollbracht wurde. Eine wirklich lohnenswerte Dokumentation.

Die erste Folge hat Netflix kostenlos auf YouTube in Englisch veröffentlicht. Auf Netflix selbst gibt es die restlichen Episoden, dann auch in deutscher Sprache.

 

5 Comments

  1. Glorix

    Dezember 21, 2015 - 9:21 pm
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    Klingt sehr interessant, werd ich mal reinschauen.

  2. Pyrdakor

    Dezember 22, 2015 - 3:50 pm
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    „dann auch in deutscher Spracher.“ – huch, da hat sich die böse Fehlerfee eingeschlichen. Sollte nur ein Hinweis, kein Flame sein, muss von daher nicht veröffentlicht werden und kann direkt gelöscht werden ^^

    • Mathias Schult

      Dezember 22, 2015 - 8:04 pm
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      Danke, fixed.

  3. Basso

    Dezember 22, 2015 - 11:40 pm
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    Ich habe mir die Serie nun komplett angeschaut und weiß nicht ganz was ich davon halten soll.
    Also von der Justiz die geschildert wird. Aus dem Blickwinkel der Doku schreit halt alles das da
    mehr als eine Sache nicht stimmt. Dem Jungen werden Sachen eingeredet und der andere wird
    mit Beweisen verknackt die von vorn bis hinten irgendwie nach Manipulation und Co müffeln.

    Freilich ist es als außenstehender schwer das zu beurteilen, aber das stinkt doch zum Himmel.

    Wie ist denn deine Meinung und dein Blickwinkel zu der ganze Sache würde mich sehr interessieren.

    • Mathias Schult

      Dezember 23, 2015 - 10:16 pm
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      Naja es wäre halt spannend zu wissen, wie viel die Filmmacher da weggelassen haben. Möglicherweise könnte man so die Position der Staatsanwaltschaft besser verstehen.

      Die Vernehmung von Brendan ist natürlich ein Musterbeispiel für Suggestion. Brendan ändert seine Aussage immer dann, wenn er merkt, dass die Verhörpersonen etwas anderes hören möchten. Die Aussage hätte so natürlich nie verwertet werden dürfen.

      Ob Steven es am Ende war… Schwierige Frage. Die Beweise sind sehr dünn in meinen Augen. Dies zeigt auch, was die eigentliche Aufgabe der Strafverteidigung ist. Es geht nicht darum, dass die Unschuld des Angeklagten bewiesen werden muss. Es reicht aus, dass die Beweise für die Schuld erschüttert werden können und das gelingt der Verteidigung in meinen Augen. Es sind viele berechtigte Fragen offen (Warum wurde der Schlüssel so spät gefunden? Warum ist keine DNA vom Opfer auf dem Schlüssel? Die Ampulle ist offensichtlich entsiegelt und beschädigt und der Test vom FBI nicht sicher. Warum wurde direkt der Wagen gefunden, auf so einem riesigen Grundstück? Weswegen sollte überhaupt der Wagen verwendet worden sein, um die Leiche zu transporten?). Es sind so viele offene Punkte die an der Täterschaft des Angeklagten imo zweifeln lassen… Und im Zweifel für den Angeklagten.

      Man sieht hier aber sehr gut die Schwäche des amerikanischen Systems. Das Jury-System ist einfach unbrauchbar. Der gesamte Prozess dreht sich nicht um die Findung der Wahrheit, sondern um die Manipulation der Jury.

      Auch wenn es kein Spaß ist als Unschuldiger vor ein deutsches Gericht zu landen, so ist es noch einmal ein ganz anderer Schnack.

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