Ingerenz

Gesuchter mit Fahndungsfoto unzufrieden – Schickt der Polizei ein neues Foto

Heute gibt es mal wieder etwas Lustiges. Selbstverständlich, wie soll es anders sein, stammt es  aus den USA. In den USA sind sogenannte „Mug Shots“ (Fahndungsfotos) weit geläufiger als in Deutschland. Meist sieht man auf diesen Mug Shots jedoch nicht besonders gut aus. In vielen Fällen wird man nämlich nicht gerade in der besten Verfassung von der Polizei geschnappt.

Dies fand auch ein 45-Jähriger, der vom Lima Police Department wegen Brandstiftung und Vandalismus gesucht wurde. Anscheinend fand er sich auf dem Mug Shots, welche per Facebook von der Polizei verbreitet wurden, nicht gut genug getroffen. Er fühlte sich zutiefst in seiner Eitelkeit verletzt.

Kurzer Hand schickte er der Polizei daher ein neues Foto zu und bat um austausch. Die Polizei bedankte sich höflich und ergänzte tatsächlich das neue Foto. Ehrlicherweise muss man zugeben, dass er auf dem neuen Foto tatsächlich deutlich sympatischer rüberkommt. Trotz des neuen Fahndungsfotos scheint der Gesuchte aber noch nicht gefunden worden zu sein.

Da eröffnen sich natürlich interessante rechtliche Fragen für einen Medienrechtler. Zum Beispiel wie weit ein Gesuchte gegenüber dem Staat Anspruch auf ein angemessenes Fahndungsfoto hat? Gibt es das Recht auf Mug Shots hübsch auszusehen? Gibt es zumindest ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Fahndungsfotos?

2 Comments

  1. AresOfStark

    14. Januar 2016 - 22:38
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    Ich würde mal vermuten, das es kein Recht auf ein „schönes Fahndungsbild hat. 🙂

  2. Eva

    20. Januar 2016 - 12:58
    Reply

    So einfach ist es auch nicht. Und ist das wirklich Medienrecht? Und wie ist es, wenn man unschuldig festgenommen wurde und sein Foto in der Zeitung sieht? Hat man da irgendwelche Rechte oder Einsprachen?

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