Ingerenz

Ingerenz

Was ist Ingerenz?

Ingerenz (lat. ingerere, „sich einmischen“) ist ein strafrechtlicher Fachbegriff. Er beschreibt die Pflicht eine Gefahr abzuwenden, die zuvor selbst geschaffen wurde. Als Blogname bietet sich der Name vor allem durch seine Doppeldeutigkeit durch die direkte Übersetzung an. Denn was beschreibt einen Blog besser als „sich einmischen“? Auch dieser Blog wird sich hoffentlich an der einen oder anderen Stelle konstruktiv in Fragen rund um das Strafrecht einmischen.

Dabei erhebt der Blog keinen Anspruch, eine wissenschaftliche Publikation zu sein oder sich an Fachpublikum zu richten. Die Zielgruppe soll der strafrechtlich interessierte Laie sein. Das Strafrecht ist sicherlich für außenstehende das spannendste Fachgebiet der Rechtswissenschaft. Das liegt nicht nur an seiner Faszination des „Bösen“, sondern sicherlich auch daran, dass jeder Mensch von Natur aus mit einem Gefühl für „Richtig oder Falsch“ ausgestattet ist. Während die wenigsten Laien die Rechtswirksamkeit einer bestimmten AGB-Klausel bestimmen können (oder wollen), so hat doch jeder bei der Frage nach der Strafbarkeit eines bestimmten Verhaltens eine klare persönliche Vorstellung.

Nicht immer deckt sich das eigene Bauchgefühl, aber auch mit dem aktuellen tatsächlichen Recht. Vor allem durch mangelhafte mediale Begleitung von Strafprozessen erscheint so häufig der Eindruck von „Skandal-Urteilen“. In den meisten Fällen, sind Entscheidungen und Urteile jedoch gut nachvollziehbar, sofern man über weitere Hintergrundinformationen verfügt. Auch dies ist ein Anliegen dieses jungen Blogs: Dem geneigten Laien vermeintlich skandalöse Erscheinungen zu erklären und näher zu bringen.

Wer ist Ingerenz?

Ich heiße Mathias Schult und habe Jura an der Universität Hamburg studiert. Nach dem Ablegen der universitären Schwerpunktsbereichsprüfung im Bereich Kriminalität und Kriminalitätsbekämpfung, habe ich die 1. Juristische Prüfung vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht abgelegt. Zusätzlich arbeite ich seit mehreren Jahren in einer renommierten Hamburger Wirtschaftsstrafrechtskanzlei als wissenschaftlicher Mitarbeiter.